Würzburger FV – Würzburger Kickers

Der „Tag der deutschen Einheit“ begann stressig. Mit dem 8-Uhr-Zug ging es von Nürnberg nach Würzburg. Durch eine Unachtsamkeit saß man aber zu lange im Bus und musste sich per Taxi zurück nach Würzburg fahren lassen. So trudelte man erst gegen halb 11 am Stadion des Würzburger FV ein. Tickets gibts noch an der (Mittags-)Kasse.

03.10.2012: Würzburger FV – Würzburger Kickers 5:4 n.E. (2:2, 0:1), 3.000 Zuschauer

Die Partie beginnt mit einigen Minuten Verspätung, weil die Reste der Kickers-Choreo entsorgen werden müssen.

Die Kickers nach zwei Minuten mit der ersten Gelegenheit. Duhnke zieht einen Freistoß direkt aufs WFV-Tor. Keeper Grunz pariert mit einer klasse Parade. Auf der Gegenseite hat Istrefi die Führung für den Bayernligisten auf dem Fuß. Sein Schuss geht übers Kickers-Tor. Beide Mannschaften gehen hier von Beginn an Vollgas. Chancen gibts auf beiden Seiten. Die bislang beste Möglichkeit vergibt Bloemer in der 17. Minute. Nach einer Ecke will er den Ball aus zehn Metern in den Winkel schlenzen, setzt aber zu hoch an. In der 24. Minute rettet Tsiflidis mit einer starken Parade gegen Droszcz. Drei Minuten später wird Bloemer wunderbar in die Gasse geschickt. Alleine vor Tsiflidis verlassen ihn dann jedoch die Nerven. Der Kicker-Schlussmann kann abwehren. Nach etlichen Chancen für den WFV können sich die Kickers wieder etwas befreien. Das Spiel geht rauf und runter. In der 39. Minute wird der Ball schön auf Duhnke abgelegt und der bislang auffälligste Kickers-Spieler versenkt die Ablage per Drop-Kick im WFV-Tor. Der Kickers-Fanblock natürlich aus dem Häuschen – 0:1 im Würzburger Stadtderby! Die Kickers führen kurz vor der Halbzeitpause.

Die erste Chance des zweiten Durchgangs haben die Gastgeber. Aber auch dieser Versuch ist wieder einmal viel zu hoch angesetzt. Zehn Minuten sind gespielt als sich Schiedsrichter Hanslbauer dazu genötigt fühlt eine Durchsage zu veranlassen: „Die Zuschauer werden gebeten, keine beleidigende Transparente zu entrollen!“ Zuvor hatten die Kickers-Fans folgende Spruchbänder gezeigt: „Fick Dich DFB!“, „Fick Dich WFV!“ und „Fick die Ehefrau!“ (siehe unten).

Sportlich tut sich in der ersten Viertelstunde der 2. Halbzeit nicht sehr viel. Die Partie nicht mehr auf dem Niveau der ersten Hälfte. Viele Foulspiele und Unterbrechungen lassen den Spielfluss der 1. Halbzeit nicht mehr zu. In der 66. Minute nagelt Borba einen Freistoß aus 20 Metern ans Lattendreieck. Das war ein sattes Pfund. Vier Minuten später eine gute Doppelchance für den WFV, aber Tsiflidis im Kickers-Tor ist auf dem Posten und kann abwehren. Auf der Gegenseite geht ein Freistoß von Duhnke an Freund und Feind vorbei und klatscht vom Pfosten zurück ins Feld. Auf der Sepp-Endres-Sportanlage ist aus beiden Fanlagern ein Raunen zu vernehmen. In der 76. Minute erzielt Kamolz den Ausgleich für den WFV. Kamolz jubelt aber nicht, denn das Spiel war zuvor wegen einer Abseitsstellung schon unterbrochen worden. Es bleibt beim 1:0 für die Kickers. Sieben Minuten vor dem Ende rettet Tsiflidis gegen Kamolz zunächst noch zur Ecke, die anschließende Ecke köpft Riedner unhaltbar unter die Querlatte – 1:1! Der WFV ist zurück in diesem Pokalderby! Und der Würzburger Fußballverein legt nach. In der 87. Minute wird Kamolz geschickt. Allein vor Keeper Tsiflidis behält er die Ruhe und versenkt eiskalt zum 2:1. Die WFV-Fans überglücklich! Die Kickers setzen in der verbleibenden Spielzeit alles auf eine Karte. In der letzten Minute der Nachspielzeit tankt sich Borba an der Grundlinie entlang durch und lupft den Ball aus unmöglichem Winkel zum 2:2 ins Tor. Unfassbar! Das Spiel ist aus, Schiedsrichter Hanslbauer pfeift sofort ab.

Damit geht’s mit einem 2:2 ins Elfmeterschießen.

Im Elfmeterschießen gestaltet sich das ganze wie folgt:

Sonnenberger (Kickers) – trifft
Schömig (WFV) – trifft
Murphy (Kickers) – gehalten
Istrefi (WFV) – trifft
Dan (Kickers) – trifft
Krautschneider – gehalten
Desic (Kickers) – gehalten
Günder (WFV) – gehalten
Dunhke (Kickers) – gehalten
Riedner (WFV) – trifft

Der WFV macht vor 3.000 Zuschauern in der rappelvollen Sepp-Endres-Sportanlage den Pokalderbysieg perfekt. Die umjubelte WFVler nach Spielende sind Keeper Grunz und Stürmer Riedner.

Fotos vom Pokalderby in Würzburg:

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