EV Weiden – EC Peiting

Playoffs in der Eishockey Oberliga Süd. Der Vorrundenmeister aus Peiting trifft in der ersten Runde auf den Aufsteiger und Achten nach der Vorrunden, den EV Weiden. Das erste Spiel der Best-of-seven-Serie gewann Peiting unter der Woche knapp mit 2:1. Die Weidner bauen auf ihre Unterstützung von den Rängen und ihre kämpferische Einstellung. Heute soll der Ausgleich gelingen.

01.03.2013: EV Weiden – EC Peiting 6:5 (5:0, 1:1, 0:4), 1.549 Zuschauer

Die erste Aktion haben die Gäste: in Unterzahl klingelts an der Weidner Torlatte. Einmal Durchschnaufen im weiten Rund. Bei der zweiten Überzahlsituation (5-3) machen es die Devils auf der Gegenseite besser. Waldowsky zieht aus zentraler Position ab und überwindet Hechenrieder im Peitinger Tor zum 1:0. Und die Devils legen nach. Kaum ist Peiting wieder komplett, rettet Domke den Puck an der blauen Linie, passt vors Tor und Köbele bringt die Scheibe am Goalie vorbei – 2:0. Das Eisstadion kocht! Damit nicht genug, die Blue Devils weiter Herr im eigenen Haus und mit viel Vorwärtsdrang. Der Puck kommt über Bogner und Musial zu Andrasovsky und der Topscorer lässt sich diese Chance nicht entgegen und erzielt das 3:0 (13. Minute). Peiting danach mit der Chance im Powerplay zu verkürzen, aber der Schuss geht nach hinten los. Hechenrieder vertändelt die Scheibe hinter dem Tor, Schreier ist dazwischen und passt zu Andrasovsky. Der tanzt den Goalie aus und lupft den Puck zum 4:0 in die Maschen. Die Halle steht Kopf! In der 20. Minute bekommen die Devils nochmals die Möglichkeit in Überzahl zu agieren. Tja, an „Tagen wie diesen“ geht halt alles. Flamik zieht von der blauen Linie ab und Zeller fälscht den Schuss vor Hechenrieder noch ab – wieder drin – 5:0.
Pause! Standing Ovations im Weidner Eisstadion nach dem 1. Drittel. Absoluter Wahnsinn!!

Andrasovsky lädt Peiting gleich nach Wiederbeginn zum ersten Treffer ein. Nachdem der Schiedsrichter abgepfiffen hat, stochert Andrasovsky gegen einen auf dem Eis liegenden Peitinger nach und muss zwei Minuten raus. Peiting nutzt die Überzahl durch Simon zum 5:1. Nach dem Gegentreffer schwimmen die Devils teilweise arg in der Abwehr. Peiting gibt ordentlich Gas und setzt die Weidner früh unter Druck. Die Devils können sich nun kaum befreien. In der 31. Minute holt sich Simon eine 2-Minuten-Strafe ab. Eine gute Gelegenheit für die Hausherren sich etwas freizuspielen. Aber es kommt noch besser für die knapp 1.600 Zuschauer im Weidner Eisstadion: Andrasovsky sieht den freien Zellner und der Routinier lenkt den Pass zum 6:1 ins Tor ab. Nach dem sechsten Treffer haben die Devils die Partie wieder einigermaßen im Griff. Man merkt aber schon etwas den Kräfteverschleiß, denn die Abwehrspieler haben zum Ende des Drittels desöfteren Probleme beim Spielaufbau. Pause.
Weiden hält den Favoriten auf Abstand – 6:1 nach dem 2. Drittel.

Im Schlussabschnitt muss zunächst Weidens Kapitän Zellner wegen Beinstellens auf die Strafbank. Josh Gillam nutzt die Überzahl für die Gäste zum 5:2-Anschlusstreffer. Und nachdem Biersack in der47. Minute eine weitere Überzahlsituation zum 5:3 nutzt, wird es im Eisstadion an der Raiffeisenstraße nochmals spannend. Weiden aber weiterhin mit Chancen in der Offensive, diese bleiben aber ungenutzt. Und so verrinnen die Minuten. Die Sensation ist für die Anhänger des EVW zum greifen nahe. Doch in der 55. Minute spielt sich Schiedsrichter Fischer, der ansonsten eine gute Leistung ablieferte, ins Rampenlicht. Einen sauberen Hüftcheck von Schreier ahndete er mit einer 5+Spieldauerdisziplinarstrafe wegen eines angeblichen Kniechecks. Die Devils somit die verbleibende Spielzeit mit einem Mann weniger auf dem Eis. Kurze Zeit später erhält Daniel Huber noch eine kleine Strafe wegen Stockschlags und so kämpfen die Devils in 5-3-Unterzahl um den ersten Sieg in der Best-of-seven-Serie. Bei 59:09 erzielt Saal das 6:4. Noch 51 Sekunden bleiben den Gästen für zwei Tore. Sollte es etwa doch nochmal richtig eng werden? Nach einem bösen Fehler von Daniel Huber im Weidner Tor ist Simon nach 59:36 zur Stelle und verkürzt auf 6:5. Jetzt beginnt das Zittern im Weidner Eisstadion. Aber die Devils können sich in Unterzahl befreien. Dann aber der Pfiff – Icing die Entscheidung. Schiedsrichter Fischer nimmt die Entscheidung der Linesmen zurück und zeigt Bully im Mittelkreis an. Nach einem Blick auf die Anzeigetafel (die Strafe von Weiden war beim Pfiff abgelaufen – nicht aber beim Schuss!) legt er das Bully ins Weidner Drittel. Noch wenige Sekunden auf der Uhr. Die Devils kommen an den Puck und befreien sich – ausgelassener Jubel im Stadion und auf dem Eis. Der Vorrunden-Achte aus Weiden stellt dem Favoriten ein Bein und gleicht in der Serie zum 1:1 aus.

Fotos vom Spiel. Zur besseren Ansicht bitte die Fotos anklicken!

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