EV Weiden – EC Peiting

Duuuuuuuuuuuuuuušan! Der EV Weiden steht sensationell im Viertelfinale der Oberliga-Playoffs. Gegen den Vorrundenmeister aus Peiting setzten sich die Devils am heutigen Abend mit 4:3 nach Verlängerung durch und zogen mit 4:2 Siegen in der „best-of-seven“-Serie in die nächste Runde ein. Den Siegtreffer erzielte die #69 Dušan Andrašovský.

Der Held des Abends: Dušan Andrašovský
Der Held des Abends:
Dušan Andrašovský

10.03.2013: EV Weiden – EC Peiting 4:3 n.V. (2:1, 1:0, 0:2, 1:0), 2.067 Zuschauer

Peiting drückt die Devils vom Bully weg in deren Drittel. Weiden steht aber defensiv sehr geordnet und kann sich gut befreien ohne Icings zu verursachen. Daniel Huber im Tor des EVW ist auch an diesem Abend ein sicherer Rückhalt und kann die abgefeuerten Schüsse parieren. In der 13. Minute ist es dann doch passiert. Peiting spielt es richtig gut aus und Guth trifft schließlich ins leere Tor (12:08). Die Devils danach kurz unkonzentriert und mit Problemen im Spielaufbau, aber diese Phase wird schnell überstanden. Peiting geht in der Folge ruppiger zur Sache und Schiedsrichter Noeller greift konsequent durch. Weiden spielt 5-gegen-3-Überzahl. Die Devils sind schnell in der Aufstellung und der Puck läuft durch die Reihen der 2. Reihe. Der erste Versuch scheitert, den Abpraller haut Waldowsky rein (16:17). Ein Peitinger kommt von der Strafbank zurück, aber nur Sekunden später muss der nächste Gästespieler raus. Weiden erneut in doppelter Überzahl. Und wieder setzen sich die Hausherren im Peitinger Drittel fest. Die ersten beiden Versuche bringen nichts ein, Peiting kann sich beide Male befreien. Nach diesen beiden erfolglosen Anläufen schafft es Weiden noch einmal in die Aufstellen und über Domke und Bartels kommt der Rückpass auf Schreier und der zimmert den Puck unter die Querlatte – 2:1 (18:25). Weiden dreht die Partie und führt nach dem 1. Drittel 2:1.

Zu Beginn des Mitteldrittels gibt es wenige Highlights. Beide Mannschaften tasten sich ab und sind darauf bedacht, keine Fehler zu begehen. Der erste Fehler unterläuft den Gästen, aber Weiden spielt das Powerplay richtig grottig. Peiting mit mehreren Shorthander-Möglichkeiten. Kaum ist Peiting wieder komplett bedient Waldowsky den aufgerückten Kritzenberger und der versenkt die Scheibe zum umjubelten 3:1 in den Maschen (34:17). Das proppenvolle Weidner Eisstadion ist ein Tollhaus. Peiting auch nach dem dritten Gegentreffer zu einfallslos und zu ungestüm in den Zweikämpfen. Die Devils können die 2-Tore-Führung locker in die Drittelpause retten. Eine klasse Vorstellung des Vorrundenachten bislang.

Bei Weiden kann Musial im Schlussabschnitt wegen einer Verletzung aus dem Mittelabschnitt nicht mehr mitwirken. Dieses Fehlen merkt man von der ersten Sekunde. Bei den Devils geht offensiv nicht mehr viel zusammen. Die Weidner verlagern sich aufs Verteidigen und wollen mit Kontern erfolgreich sein. Peiting wirft aufgrund des Spielstandes natürlich alles nach vorne und fährt Angriff um Angriff ins Weidner Drittel. Bei 4-gegen-4 gewinnt Guth das Bully im Weidner Drittel, der Puck landet bei Velebny an der blauen Linie und der Verteidiger packt einen satten Schlagschuss aus – nur noch 3:2 (46:21). Es ist zittern angesagt im Weidner Eisstadion. Schneller als gedacht ist es dann passiert. Nur zweieinhalb Minuten nach dem Anschlusstreffer gleichen die Gäste aus Peiting durch Saal aus (48:44). Das Spiel ist gut 10 Minuten vor dem Ende wieder völlig offen. Die Peitinger aber weiterhin die spielbestimmende Mannschaft. Aber die Blue Devils kämpfen um jeden Zentimeter und geben keine Scheibe verloren. In den letzten beiden Spielminuten stehen alle 2.000 Zuschauer auf ihren Plätzen. Die Unterstützung der Fans ist gewaltig. Dreißig Sekunden vor dem Ende ist der „wieselflinke“ Kapitän zu Stelle, wird geschickt und holt gegen zwei Verteidiger eine Strafzeit heraus. Die letzten Sekunden ticken von der Uhr – Overtime (20 Minuten, 4-gegen-4).

Das Powerplay des EVW zu Beginn der Verlängerung ist alles andere als gut. Bei 4-gegen-4 sollte Peiting mit dem Schwung des 3. Drittels leichtes Spiel haben. Aber wie so oft in dieser Playoff-Serie kommt es anders als man als Fan es sich ausgemalt hat. Bei gleicher Personalstärker sind die Devils die aktive Mannschaft. Und dann ist der Moment gekommen. Kritzenberger schickt Andrasovsky und der setzt sich gegen zwei Peitinger Verteidiger durch und erzielt das 4:3. Unglaubliche Jubelszenen spielen sich in der Folge sowohl auf dem Eis als auch auf den vollbesetzten Rängen ab. Fans und Mannschaft feiern noch lange den Viertelfinaleinzug. Am kommenden Freitag gehts weiter. Gegner sind die Huskies aus Kassel.

Fotos vom Spiel. Zur besseren Ansicht bitte die Fotos anklicken!

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