Deutschland – Kasachstan

WM-Qualifikationsspiel zwischen Deutschland und Kasachstan oder
„Länderspiel – wo zwischen Laola und Pfeifkonzert zehn Sekunden liegen!“
Die deutsche Elf trifft fünf Tage nach dem Hinspiel in Kasachstan in Nürnberg auf eben jenen Gegner. Bekanntester Spieler in Reihen der Kasachen ist Heinricht Schmidtgal von der SpVgg Greuther Fürth.

26.03.2013: Deutschland – Kasachstan 4:1 (3:0), 43.500 Zuschauer

Die DFB-Elf beginnt spielbestimmend und schnürt die Gäste sofort in deren Spielhälfte ein. In der 10. Minute ein erster guter Versuch durch Gündogan. Knapp vorbei. Deutschland hat weiter alles im Griff und spielt in Handballmanier um den Strafraum. Götze chipt den Ball in der 21. Minute in den Strafraum, Gündogan mit einer Direktabnahme an den Pfosten. Nur eine Minute später kommt der Ball zu Götze, der ihn vom rechten Strafraumeck ans Kreuzeck donnert. Der Ball springt zurück ins Feld. Und wieder nur eine Minute später hats dann doch gescheppt. Reus zieht aus 18 Metern ab und der Schuss schlägt flach unten links (vom Schützen aus) im kasachischen Tor ein – 1:0. Die DFB-Jungs weiter mit Volldampf: Lahm tankt sich energisch in den Strafraum. Von der Grundlinie kommt der Rückpass an den Fünfmeterraum, wo Götze den Pass über die Linie drückt – 2:0 (26.). Und noch ist nicht Schluss. Knapp eine halbe Stunde ist vorbei. Özil bringt den Ball in den Strafraum und Gündogan bugsiert die Vorlage mit etwas Glück zum 3:0 ins Tor. Deutschland hat nach dem dritten Treffer etwas das Tempo etwas gedrosselt, legt aber kurz vor der Pause nochmal zu. In der 41. Minute zirkelt Gündogan den Ball von der Strafraumkante auf die Oberkante der Latte. Es ist bereits sein zweiter Alu-Treffer an diesem Abend. Pause in Nürnberg – 3:0 liegt Deutschland gegen Kasachstan vorne. Alles sicher.

Was für ein Bock von Manuel Neuer gleich zu Beginn der 2. Halbzeit! Der Torhüter vertändelt den Ball gegen zwei Kasachen. Schmidtgal ist zur Stelle und schiebt zum 3:1 ein. Der Treffer hat aber keine großen Auswirkungen auf das Spiel. Die DFB-Elf spielt das hier grundsolide runter, von Kasachstan kommt nicht viel. Die Zuschauer haben sich nach dem Patzer auf Manuel Neuer eingeschossen, der bei jedem Ballkontakt lautstark ausgepfiffen wird. Mei, was ein Spaß! Zurück zum Spiel: in der 73. Minute bleibt ein Kasache auf Höhe der Mittellinie verletzt liegen, die DFB-Auswahl spielt trotzdem weiter und hat ein dreifache Torchance, die nicht verwertet wird. Aus dem Hinterhalt schießt Özil und trifft erneut nur den Pfosten (zum 4. Mal Alu in dieser Partie!). AUf der Gegenseite hebt Schmidtgal einen Freistoß an den Strafraum, Korobkins nimmt die Hereingabe volley – Pfosten! Den Schlusspunkt in einer zähen 2. Halbzeit setzt Marco Reus in der Schlussminute mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend – 4:1.
Ein Kuriosum zum Spiel: insgesamt gab es sechs Alu-Treffer (5x Deutschland, 1x Kasachstan). Das sieht man auch nicht alle Tage!

Fotos vom Spiel. Zur Groß-Ansicht bitte Fotos anklicken!

Ein Kommentar

  1. Danke für die eindrucksvollen Bilder und den objektiven Bericht! Löw hatte eine spielstarke Elf zusammengestellt, die sich ansehnlich durch die engmaschige kasachische Abwehr hindurchspielte. Dass solche Aktionen durch die Bank gut aussahen, spricht für die Qualität der deutschen Mannschaft. Niemand kann verlangen, dass jeder Angriff erfolgversprechend oder gar mit einem Treffer abgeschlossen werden kann. Wer selbst gegen den Ball getreten hat, weiß, dass man sich „mürbe“ spielen kann. Eigentlich möchte ich niemand hervorheben, weil das teilweise auch sehr geduldige Zusammenspiel eine Augenweide war. Allerdings sehe ich in Gündogan einen Akteur, der trotz des phantastischen Spielerpotential im Mittelfeld (Kroos, Schweinsteiger fehlten) eine Bereicherung für die Elf darstellt.
    Den Schlussmann, dem sehr viele Rettungstaten in vorangegangenen Spielen zu verdanken sind, auszupfeifen, verrät mangelndes Gespür. Natürlich wollte er ein bischen zaubern, aber ich bin sicher, dass er sich bei einem stärkeren Gegner oder knapperen Spielstand keine Eigenwilligkeit dieser Art erlaubt hätte. Neuer war, wie man sehen konnte, nahezu während des gesamten Spiels unterfordert.
    Von Schmidtgal wird man auch noch in der nächsten Erstligasaison hören – es wird Interessenten geben….
    Nach 90 Minuten war ein nahezu ausnahmslos faires Spiel zuende. Die Tabelle bietet ein „schräges Bild“.
    Drücken wir weiterhin die Daumen für die Jungs!

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