EHC Bayreuth – ERC Sonthofen

Der EHC Bayreuth hat am Gründonnerstag die große Möglichkeit mit einem Sieg gegen den ERC Sonthofen die Bayernliga-Meisterschaft zu feiern. Nach einer starken Vorrunde und einer souveränen Zwischenrunde stehen sich im Finale die beiden Teams gegenüber, die bereits vor der Saison von Fans und Experten dazu auserwählt wurden, dieses Finale zu spielen. Im Traumfinale der Bayernliga steht es in der „best-of-five“-Serie aktuell 2:1 für Bayreuth. Ein Sieg am heutigen Abend im Heimspiel und die Meisterschaft wäre perfekt!

28.03.2013: EHC Bayreuth – ERC Sonthofen 2:0 (0:0, 1:0, 1:0), 3.264 Zuschauer

Bayreuth dominiert die Anfangsphase. Die Tigers schnüren die Gäste in deren Verteidigungsdrittel ein und lassen die „Bulls“ in der Offensive nicht zur Entfaltung kommen. Erst in der 10. Minute haben die Gäste ihren ersten Torschuss zu verzeichnen. Die Bayreuth Tigers agieren danach lange in Überzahl (auch 5-3), können daraus trotz guter Gelegenheiten kein Kapital schlagen. In der 14. Minute muss zum ersten Mal ein Bayreuther Spieler auf die Strafbank. Nennen wir es positiv aus Sonthofener Sicht: die Bulls können sich aus der Umklammerung lösen und ein paar Schüsse auf Bädermann abgeben. Das war es dann auch schon. Die letzten Minuten des 1. Drittels gestalten die Sonthofener ausgeglichener, die gefährlichere Mannschaft bleibt aber eindeutig Bayreuth. Die schnellen Hlozek, Juhasz und Altmann wirbeln die Gäste-Defensive ordentlich durcheinander.

Mit 0:0 geht es in die Drittelpause. Die Bayreuther sind bislang Herr im eigenen „Tigerkäfig“ und die absolute spielbestimmende Mannschaft. Der Heimmanschaft fehlt nur noch ein Tor, um die gute Leistung auch auf der Anzeigetafel zu bringen.

Die Partie ist im Mittelabschnitt ausgeglichen. Sonthofen hält besser dagegen. Bayreuth bleibt aber die wesentlich aktivere Mannschaft. Sonthofen kann die Tigers zumindest in den Anfangsminuten etwas besser vom eigenen Tor fernhalten. Zellhuber wird nicht laufend mit Schüssen eingedeckt. Ab Halbzeit ist es dann eine offene Partie. Es gibt Chancen auf beiden Seiten. In der 32. Minute ist Bayreuth im Powerplay, aber es entwickelt sich ein 2auf1-Break der Bulls. Waginger mit dem Schuss und Bädermann ist mit dem Schoner zur Stelle. Als Sonthofen wieder komplett ist, zieht Friedl aus der Mitteldistanz ab, aber wieder ist Bädermann zur Stelle. Danach hat Bayreuth einige gute Offensivaktionen, es springt jedoch nichts dabei heraus. Auf der Gegenseite können die Tigers mit vereinten Kräften eine brenzlige Aktion bereinigen (38.). Und dann ist die Zeit für den ersten Treffer des Abends gekommen. Geigenmüller fährt über rechts ins Sonthofener Drittel, zieht ab und der Abpraller von Zellhubers Schoner landet direkt auf der Keller von Michael Fendt – 1:0. Der Tigerkäfig steht Kopf!
Gleich nach der Führung zieht Sonthofen eine weitere Strafe – Rabbani muss raus. Mit der ersten Aktion im Powerplay erzielen die Tigers das 2:0, aber das Handzeichen des Schiedsrichters fängt den Jubel schnell wieder ein (-^-) –> kein Tor (Schlittschuhtor die Entscheidung). Kann sein, war von der Gegenseite nicht zu sehen.

Danach ist Pause. Die Bayreuth Tigers auch im zweiten Drittel die tonangebende Mannschaft, nicht mehr ganz so überlegen, aber deutlich aktiver. Sonthofen mit einigen Einschussmöglichkeiten. Diese blieben allesamt ungenutzt und auf der Gegenseite traf Fendt zur verdienten Führung.

Kann der ERC Sonthofen die Partie im letzten Drittel noch umbiegen oder feiern die Bayreuth Tigers am heutigen Abend die Bayernliga-Meisterschaft. Den besseren Start haben die Gastgeber: in der 45. Minute marschiert Bartosch auf und davon und erzielt aus spitzem Winkel das 2:0. Ist das schon die Vorentscheidung? Das Bayreuther Eisstadion ist ein Tollhaus. Direkt nach dem 2:0 spielt Bayreuth im Powerplay und auf einmal ist Sonthofens Kapitän Björn Friedl frei durch. Er will Bädermann den Puck durch die Schoner schieben, aber der macht die Beine zu. Friedl ist gefrustet, haut seinen Schläger gegen das Plexiglas. Bayreuth in der Folge wieder in Überzahl und mit dem 3:0. Aber erneut erkennt Schiedsrichter Sperl das Tor nicht an. Da standen einige Spieler im Torraum bei Zellhuber, richtige Entscheidung: Torraumabseits. Sonthofen probiert es noch einmal, aber so recht will heute Abend nichts gelingen und wenn die Bulls mal gefährlich vor das Bayreuther Tor kommen, fischt Julian Bädermann die Scheibe weg. In den Schlussminuten muss Bayreuth eine von nur vier Strafzeiten überstehen: Kevin Altmann sitzt auf der Strafbank. Sonthofen nimmt eine Auszeit, Zellhuber möchte für einen sechsten Feldspieler vom Eis, darf aber nicht und so rennen die Sekunden von der Uhr und dann ist es vorbei!

Der EHC Bayreuth gewinnt Spiel vier der „best-of-five“-Serie und ist Bayernliga-Meister 2012/2013 (und sichert sich dadurch auch das Aufstiegsrecht in die Oberliga Süd). Sonthofen war heute einfach zu langsam. Bayreuths schnelle Spieler (Hlozek, Juhasz, Altmann, Thielsch, etc.) waren in vielen entscheidenden Situationen einen Tick eher an der Scheibe und machten heute den Unterschied. Der deutliche Ausschlag bei den Strafzeiten gegen Sonthofen spiegelt diese Geschwindigkeitsunterschiede im Spiel wider. Der EHC Bayreuth gewinnt verdient und darf sich zu Recht von seinen Fans feiern lassen!


Fotos vom Spiel. Zur Groß-Ansicht bitte die Fotos anklicken!

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