SSV Jahn Regensburg – FC Union Berlin

Einen harten Kampf lieferte Drittligist SSV Jahn Regensburg dem Zweitligisten FC Union Berlin in der 1. Runde des DFB-Pokals. Die Domstädter mussten sich nach 90 Minuten nur knapp mit 1:2 geschlagen geben.

05.08.2013: SSV Jahn Regensburg – FC Union Berlin 1:2 (1:2), 6.249 Zuschauer

Der Jahn begann frech. In der zweiten Minute zog Oliver Hein ab und Daniel Haas im Union-Kasten musste sich ordentlich strecken, um den Ball noch zur Ecke zu klären. Die Oberpfälzer diktierten in der Anfangsphase das Tempo. Eine Viertelstunde war rum als Mario Neunaber nach einem Eckball vollkommen frei aufs Tor köpfen konnte, aber etwas zu hoch ansetzte. In der 19. Minute fiel folgerichtig und völlig verdient das 1:0 für den Jahn. Zunächst scheiterte Jim-Patrick Müller noch an Daniel Haas, setzte aber konsequent nach und der Ball kam zu Abdenour Amachaibou und der drückte das Leder über die Linie. Die Freude auf Seiten des Drittligisiten währte aber nur ganze 120 Sekunden. Einen Fernschuss der Unioner konnte die Regensburger verteidigung noch abwehren, den Nachschuss verwandelt Sören Brandy mit der Pike zum Ausgleich. Danach war Trinpause angesichts der weiterhin tropischen Temperature von weit jenseits der 30 Grad. In der Schlussphase der ersten Halbzeit fand Union dann besser in die Partie, beim Jahn häuften sich die Fehler und Unkonzentriertheiten. Eine Flanke von der Grundlinie drückte Köhler in der 43. Minute am 5er per Kopf über die Linie – 1:2. Union hatte die Partie gedreht.

Auch im zweiten Durchgang bot sich den über 6.000 Zuschauern im Stadion an der Prüfeninger Straße das selbe Bild: der Jahn machte das Spiel, Union versuchte den entscheidenden Nadelstich zu setzen. Diese Möglichkeit erspielten sich die Gäste in der 55. Minute, aber Bernhard Hendl kratzte den Schuss von Sören Brandy im letzten Moment mit einem klasse Reflex von der Linie. Gefährlich wurde es aber zumeist auf der anderen Seite vor dem Tor von Union-Keeper Daniel Haas. Abdenour Amachaibou zog inder 58. Minute im Mittelfeld einen Sprint an und schloss aus 20 Metern ab, aber bei Daniel Haas kam nur eine bessere Rückgabe an. Eine Stunde war nun gespielt. Der eingewechselte Thomas Kurz eroberte den Ball von einem Union-Verteidiger und lief auf Daniel Haas zu. Aber er war viel zu langsam und wurde abgelaufen. In der 69. Minute wurde es hektisch: Aios Aosman und Thomas Kurz kombinierten sich klasse durchs Mittelfeld, Marc Pfertzel räumte Aios Aosman schließlich im Strafraum ab. Schiedsrichter Tobias Welz zögerte keine Sekunde und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Zudem gab er, und das war sicher eine sehr harte Entscheidung, Marc Pfertzel die Rote Karte für eine Notbremse. Nach langer Diskussion trat Mario Neunaber an den Punkte und zielte genau, zu genau – er traf den Pfosten. Die Enttäuschung auf den Rängen unbeschreiblich, aber noch waren 20 Minuten mit einem Mann mehr zu spielen. Der Jahn drückte weiter ohne jedoch richtig hochkarätige Torchancen zu generieren. In der 88. Minute musste Kapitän Sebastian Nachreiner nach einem weiteren gelbwürdigen Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz. Zu mehr reichte es nicht mehr.

Der FC Union Berlin zieht dank seiner cleveren und abgezockten Spielanlage in die nächste Runde ein. Für den Jahn stehen Einsatz und Ergebnis heute in einem krassen Widerspruch. Die Oberpfälzer waren vielleicht etwas zu verspielt, ein satter Fernschuss wäre in manchen Situationen besser gewesen.

Fotos vom Pokalspiel. Zur Vollansicht bitte Fotos anklicken!

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