EHC Bayreuth – EV Regensburg

Am dritten Spieltag der Oberliga Süd empfing der Aufsteiger EHC Bayreuth den EV Regensburg. Die junge Regensburger Truppe um Coach Rob Leask ist trotz der großen Probleme des Vereins im Sommer stark in die Sasion gestartet (5 Punkte aus zwei Spielen). Die Bayreuther mussten zum Auftakt gegen Freiburg Lehrgeld bezahlen und gab in den letzten 17 Sekunden eine 2:0-Führung aus der Hand. Im zweiten SPiel am Sonntagabend unterlagen die Oberfranken in Schweinfurt. Im Tigerkäfig versammelten sich knapp 1.100 Zuschauer, die Eishockey der Live-Übertragung des FC Bayern in der Champions-League vorzogen.

02.10.2013: EHC Bayreuth – EV Regensburg 3:2 (2:0, 1:0, 0:2), 1.174 Zuschauer

Bayreuth durfte gleich zu Beginn zweimal in Überzahl ran, auch weil sich die Gäste vermeidbare Strafen einfingen. Bei einer angezeigten Strafe unterlief den Oberfranken jedoch fast ein Eigentor.
Regensburg stand in der Defensive gut geordnet, blieb aber nicht von der Strafbank weg. Das dritte Powerplay der Tigers begann ebenfalls schwach, doch im zweiten Angriff zauberten die Hausherren eine starke Kombination aufs Eis. Bartosch sah Kolozvary vor dem Tor und der brachte den Puck über die Linie – 1:0 (13:21). Drei Minuten später durften sich die Regensburger einmal in Überzahl versuchen. Der Schuss ging aber gehörig nach hinten los. Bayreuth in Unterzahl, aber weiterhin gefährlich. Potac schickte Juhasz auf die Reise. Von der linken Seite zog dieser zunächst an einem Regensburger Verteidiger vorbei und vernaschte danach auch noch Goalie Cinibulk sehenswert. Das Einnetzen ins leere Tor war dann nur noch Formsache – 2:0 (16:59).

Der EHC Bayreuth im ersten Spielabschnitt mit zunehmender Spielzeit deutlich überlegen. Regensburg zog viel zu viele Strafzeiten.

Gleich zu Beginn des Mitteldrittels dürfen die Tigers nach überstandener Unterzahl wieder mit einem Mann mehr ran. Eine etwas kleinliche Regelauslegung führt zu einem Powerplay der Bayreuther. Bartosch knallt den Puck von der blauen Linie an Cinibulk vorbei ins Tor – trocken, humorlos – 3:0 (22:24). Die Partie schien zu diesem Zeitpunkt entschieden. Von Regensburg kam einfach zu wenig. Erst in der „2. Halbzeit“ drehten die Gäste etwas auf. In Regensburger Überzahl musste EHC-Goalie Bädermann einige Male in höchster Not eingreifen. Regensburg schoss nun immerhin das ein oder andere Mal aufs Tor von Julian Bädermann, richtig gefährlich wurde es bislang jedoch nicht.

Bayreuth war auch im zweiten Abschnitt drückend überlegen. Von Regensburg war bei 5-gegen-5 nichts zu sehen. Bayreuth ließ viele Chancen liegen, das 3:0 war für die Gäste doch sehr schmeichelhaft.

Im Schlussabschnitt bissen sich die Gäste aus Regensburg zurück ins Spiel. Wie schon in den vorangegangenen Spielen gegen Klostersee und Bad Tölz kämpften sich die Regensburger nochmal heran. Nach 46:18 Minuten erzielte Patocka bei angezeigter Strafe den vermeintlichen „Ehrentreffer“. Denn mehr als dieser sollte es nach dem bisherigen Spielverlauf auch nicht sein. Dazu war Bayreuth zu überlegen. Aber man merkte es auch auf den Zuschauerrängen, dass der Gegentreffer bei den Bayreuthern die Erinnerungen an das erste Heimspiel und die „letzten 17 Sekunden“ wach werden ließen. Vier Minuten vor dem Ende hatten die Regensburger in Überzahl nochmals einige gute Möglichkeiten auf den Anschlusstreffer, aber auch diese Chancen wurden vergeben. Das Bayreuther Publikum war aber angesichts des knappes Spielstandes nun, deutlich sichtbar, nervös. Das hätte nicht sein müssen, hätten die Tigers in den vorangegangenen 50 Spielminuten ihre vielen, vielen Torchancen genutzt. Hoch her ging es knapp zwei Minuten vor dem Ende als sich Veit Holzmann auf Bayreuther Seite und Michael Welter auf Regensburger Seite eine ordentliche Boxeinlage lieferten (siehe Fotos unten). Aus dieser ging Holzmann als klarer Sieger hervor, kassierte aber auch eine 2+2+2+10 Strafzeit (übertriebene Härte), während Welter 2+2+10 erhielt. Regensburg somit im Powerplay und mit dem zweiten Treffer. Vom Bully weg traf Schmidt zum 2:3 aus Gästesicht und noch war im Tigerkäfig zwei Minuten zu spielen. In den letzten Sekunden brannte es dann lichterloh im Bayreuther Drittel, ein weiterer Regensburger Treffer lag im Bereich des möglich, fiel aber nicht mehr.

Der EHC Bayreuth gewinnt sein Heimspiel gegen den EV Regensburg knapp mit 3:2. Über die gesamte Spieldauer gesehen waren die Hausherren die deutlich bessere Mannschaft, die beiden Gegentreffer in der Schlussphase fielen nur ins Gewicht, weil der EHC zuvor vergessen hatte, frühzeitig den Deckel auf diese Partie zu machen. Regensburg bewies nach verschlafenen ersten 30 Minuten Moral und kämpfte sich in die Begegnung zurück.

Fotos vom Spiel.Zur Vollansicht bitte die Fotos anklicken.

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