Blue Devils Weiden – Deggendorf Fire

Mit aller Macht und mit der Unterstützung des Publikums wollten die Blue Devils Weiden am Freitagabend das Ruder in der Playdown-Serie der Oberliga Süd gegen Deggendorf Fire nochmal rumreissen. In der best-of-five-Serie stand es 2:1 für Deggendorf, ein Sieg in der heimischen Hans-Schröpf-Arena war also Pflicht, um den Traum vom vorzeitigen (sportlichen) Klassenerhalt aufrecht zu erhalten.
Als die Sirene zur 2. Drittelpause ertönte waren viele der knapp 1.500 Zuschauer schon auf dem Heimweg. Der Spielstand nach 40 Minuten lautete 1:10! Am Ende sicherte sich Fire mit einem 2:11 den direkten Klassenerhalt.

07.03.2014: Blue Devils Weiden – Deggendorf Fire 2:11 (0:4, 1:6, 1:1), 1.482 Zuschauer

Weiden hatte, so komisch das angesichts des bekannten Endergebnisses klingt, zunächst mehr vom Spiel und durch Andrasovsky die erste richtig gute Gelegenheit, die jedoch vergeben wurde. Danach nahm das Unheil innerhalb kürzester Zeit und mit viel Zutun der Devils seinen Lauf.
Waldowsky vertändelte den Puck an der eigenen blauen Linie, Schembri war dazwischen, umkurvte Huber und schob locker zur Führung ein (0:1, 02:16). Der nächste Fehler der Weidner Hintermannschaft ließ nicht lange auf sich warten. Eine gute Minute nach dem Rückstand brachten Salinger und Herbst die Scheibe nicht entscheidend aus der Gefahrenzone und Wiederer traf verdeckt zum 0:2 (03:12). Die Hausherren hatten durch Herbsts Pfostenschuss in Überzahl (7. Minute) eine gute Einschussmöglichkeit. Doch gleich nachdem Deggendorf wieder komplett auf dem Eis stand, leisteten sich die Weidner den nächten Puckverlust im Spielaufbau und erneut war es Schembri der dazwischenfunkte und zum 0:3 einnetzte (08:53). Nachdem die Deggendorf nach genau 12:30 gespielten Minuten durch einen weiteren Alleingang auf Huber zum 0:4 trafen (Torschütze Wiederer), zogen die Devils bereits ihre Auszeit. Geholfen hat es nicht viel, immerhin gabs bis zur ersten Pause keinen weiteren Gegentreffer.

In die 1. Drittelpause hinein leistete sich Waldowsky eine mehr als unnötige Strafzeit gegen Ortolf. In der anschließenden Keilerei holte sich Waldowsky nochmal zwei Minuten ab. Die Pöbeleien aus dem Deggendorfer Block kontert der Weidner mit einer unschönen Geste.

Die Devils lieferten im ersten Spielabschnitt eine unterirdische Leistung ab und luden die Gäste förmlich zum Toreschießen ein. Dreimal legten die Devils den Deggendorfern den Puck auf den Schläger. Die Gäste erwiesen sich als abgezockte Truppe und nahmen die Geschenke dankend an.

Im Mittelabschnitt schien es zunächst doch zu gehen bei den Devils. Noe staubt in der 26. Minute im Slot ab und verkürzte auf 1:4 (25:10). Doch die vermeintliche Reaktion der Hausherren nach dem unterirdischen 1. Drittel hielt nicht lange. Was sich ab Minute 33 im Weidner Eisstadion abspielte, dafür ernteten die EV-Cracks zurecht Pfiffe ihrer Fans. In die Drangphase der Devils hinein erzielte Deggendorf nach 32:15 das 1:5 und stellte so den alten Vier-Tore-Abstand wieder her (Torschütze Maier). Nur 30 Sekunden später (Domke saß auf der Strafbank) chipte Benda den Puck in den Slot vor Huber und Denis Gulda fälschte die Scheibe durch die Schoner von Huber ins Tor ab – 1:6 (32:45). Und weiter ging es im Sekundentakt: Ortolf bediente Maier und der erzielte nach 33:24 seinen zweiten Treffer des Abends. Die Krönung dieser indiskutablen Leistung der Hausherren folgte in einem Powerplay in der 35. Minute. Deggendorf lief über Schembri einen Konter, der bediente Vavra und es stand 1:8 (34:01). Bei Weiden stand inzwischen Engmann zwischen den Pfosten. Und der musste noch im selben Überzahlspiel erneut hinter sich greifen – 1:9 (35:19). Die ersten Zuschauer machten sich hier bereits auf den Heimweg, sie hatten genug gesehen. Viele folgten in der 2. Drittelpause, nachdem die Deggendorfer in Person von Schembri auf 1:10 erhöht hatten (39:35).

Im letzten Drittel stürmten dann Bartels, Siller und Schopper für die Devils. Und diese drei waren dann auch für den zweiten Weidner Treffer verantwortlich. Philipp Siller gelang mit seinen erst 17 Jahren sein erster Treffer in der Oberliga – 2:10 (43:57). Danach traf Deggendorf, aber der Treffer wurde wegen Torraumabseits nicht gegeben (44:54). Den Schlusspunkt in einem langweiligen letzten Drittel setzten die Gäste durch Vavra in Überzahl. Da stand der Deggendorfer völlig frei im Slot vor Engmann und durfte ungehindert einschießen (47:09).

Nach Spiel schlichen die Devils mit hängenden Köpfen in die Kabine, während der Gegner aus Deggendorf mit seinen mitgereisten Fans in der Halle den Klassenerhalt feierte. Das „nackte“ Resultat sagt alles über diese Partie aus.

Fotos vom Spiel. Zur Vollansicht bitte die Fotos anklicken.

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