VER Selb – ETC Crimmitschau

Derbyzeit in der Relegation zur DEL2. Die Selber Netzsch-Arena verwandelte sich an diesem Freitagabend in einen Hexenkessel. Zu Gast war der ETC Crimmitschau (DEL2) mit seinen mitgereisten Fans. Aus Westsachsen waren gut und gerne 1.000 Anhänger mitgereist (Angabe aus dem ETC-Ticker entnommen). Bereits eine Stunde vor dem Bully stimmten sich die Fans ein und ihre Gesänge hallten durch die Halle.

Sportlich verlief das erste Wochenende in der Relegation für die Selber Wölfe nicht wie erwartet. Beim hohen Favoriten Frankfurt (OL) setzte es eine klare 0:6-Niederlage, das Heimspiel gegen den Westoberligisten Kassel ging ebenfalls verloren. Crimmitschau konnten das Heimspiel gegen Freiburg (OL) gewinnen, zog aber in Kaufbeuren (DEL2) den Kürzeren.

04.04.2014: VER Selb – ETC Crimmitschau 3:5 (1:1,2:3,0:1), 3.922 Zuschauer

Der Spielbeginn verzögerte sich auf Anweisung der Polizei von 20 Uhr auf 20:30 Uhr. Die Fluchtwege waren aufgrund der vielen mitgereisten Fans aus Sachsen nicht frei. Nach einigen Durchsagen und Ermahnungen waren die Durchgänge vor dem Gästeblock zwar noch immer nicht frei, es konnte aber nun losgehen.

Selb erwischte im Derby den besseren Start und drängte die Gäste die Crimmitschau zunächst in deren Drittel zurück. Der ETC setzte in der 4. Minute das erste Ausrufezeichen: Pitt tunnelte nach einem KOnter Suvelo und es stand 0:1 (03:30). Der Oberligist ließ sich davon aber nicht entmutigen und kämpfte sich zurück ins Spiel. Der Ausgleich in der 8. Minute durch Schiener war ein sehr kurioser Treffer. Zunächst scheiterten Hendrikson und Heilman mehrmals am überragend reagierenden ETC-Goalie Nie den dritten Nachschuss zitterte Schiener dann ins Tor (07:57). Bei voller Mannschaftsstärke hatte Selb deutlich mehr von der Partie als die Gäste. Auch erspielten sich die Hausherren ein Mehr an Torchancen, die sie jedoch nicht nutzten. Das Eis war, durch die Wärme in der Halle, sehr weich. Aufbaupässe blieben auf beiden Seiten liegen. Die Scheibe holperte desöfteren übers Eis.

Der zweite Spielabschnitt war genau 37 Sekunden alt als die Selber in Führung gingen. Und was war das für ein Treffer?! Einen 2auf1-Konter brachte Piwo Richtung Tor und Fiedler fälschte den Puck im Flug ins rechte obere Eck ab – 2:1 (20:37). Selb war auch im Mittelabschnitt die tonangebende Mannschaft. Die Hochfranken hatten nach einer halben Stunde Spielzeit die Riesenchance zum 3:1 in Unterzahl durch Heilman, die jedoch vergeben wurde. Im direkten Gegenzug war die Abwehr entblößt und Campbell wurde von Reed (2. Assist ging an Goalie Nie) auf die Reise geschickt und alleine vor Suvelo ließ sich Campbell das nicht mehr nehmen – 2:2 (29:49). Doch die Freude auf Seiten der Gäste hielt nur 21 Sekunden dann nutzte Geisberger einen Abpraller von Nie zur erneuten Wölfe-Führung – 3:2 (30:10). In der 36. Minute leistete sich Martell in der Sleber Hintermannschaft einen dicken Fehler. Er verlor die Scheibe an der eigenen blauen Linie gegen Bucheli und der netzte alleine vor Suvelo zum 3:3 ein (35:05). Und noch vor der Pausensirene drehten die Crimmitschauer die Partie und wieder halfen die Hausherren kräftig mit. Selb agierte in Überzahl, Crimmitschau konnte sich befreien. Der Puck rutschte durch die neutrale Zone Richtung Selber Tor, Martell lief neben Bucheli her und zeigte Suvelo an, dass dieser aus seinem Tor kommen sollte, um den Puck zu klären. Gerade als Suvelo ansetzte blieb der Puck auf dem weichen Eis liegen. Bucheli schnappte sich die Scheibe, lief alleine auf Suvelo zu und traf erneut – 3:4 (39:07). Es war bereits der dritte Treffer für die Gäste nach einem Alleingang auf Suvelo.

Im Schlussdrittel konnte die Begegnung nicht an die beiden vorherigen Spielabschnitte anknüpfen. Selb hatte auch im Schlussabschnitt zunächst mehr Spielanteile. Aber auch in Überzahl waren die Hausherren nicht mehr so zwingend wie noch in den ersten beiden Spielabschnitten. Spätestens zehn Minuten vor dem Ende ging den Selbern merklich die Puste aus. Crimmitschau spielte nun seine ganze Klasse aus und konnte ruhig und gelassen die Partie herunterspielen. Das waren ganz starke Schlussminuten der Sachsen. Sechs Minuten vor dem Ende machte ETC-Topscorer Reed mit dem 3:5 alles klar (53:46). Nach dem Spiel feierten die ETCler noch mit ihren mitgereisten Fans, während auf Heimseite der schnelle Rückzug angetreten wurde.

Fotos vom Spiel. Zur Vollansicht bitte die Fotos anklicken.

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