SpVgg Greuther Fürth – 1. FC Nürnberg

Das 259. Frankenderby zwischen Fürth und Nürnberg bildete an diesem Sonntagmittag den Rahmen für das Spiel #600 in meiner Liste. Beide Kontrahenten standen vor diesem Derby nicht nur wegen der Rivalität der beiden Lager unter Druck, sondern auch aufgrund des bisherigen Saisonverlaufs. Für beide Seiten mussten drei Punkte her, um nicht in den Tabellenkeller abzurutschen. Die Sicherheitsmaßnahmen rund um den Ronhof waren seit Tagen angekündigt und zeigten sich beim Gang zum Stadion mehr als deutlich. Die Staatsmacht hatte sehr sehr viele Kräfte aufgeboten. Der Großteil der Nürnberger Fans kam dem Aufruf der Ultras nach und nahm am „Giro di Norimberga“ teil und radelten vom Westfriedhof nach Fürth. Die Anhänger des Kleeblatts versammelten sich am Vormittag rund ums Rathaus und zogen dann zusammen zum Stadion. Dort zeigten sie eine beeindruckende Choreografie und erinnerten an den 5:1-Erfolg im letzten Derby-Heimspiel.

Auf dem Rasen nahm die Partie sofort Fahrt auf. Burgstaller zog in der siebten Minute ab, der Schuss wurde abgefälscht und fiel hinter Mielitz zur Nürnberger Führung in die Maschen. Ein Blitzstart für den Club und die mitgereisten Anhänger. Nach der Führung zog sich der Club aber weit zurück und ging mit den vordersten Leute erst iauf Höhe der Mittellinie drauf. Fürth übernahm die Spielkontrolle, fand jedoch zunächst kein Mittel gegen die engstehende Defensive der Gäste. Sulako (11.) und Berisha, frech aus spitzem Winkel (15.), scheiterten. Nach einer halben Stunde umkurvte Berisha Kirschbaum, brachte den Ball aus spitzem Winkel nicht im Tor unter. Auf der Gegenseite hatte Möhwald die einzige gute Nürnberger Chance im ersten Durchgang (34.). Fürths Weilandt dribbelte sich durch Nürnbergs Hintermannschaft, scheiterte dann aber frei vor Kirschbaum (37.). In der 39. Minute bekam das Kleeblatt nach einem Stolperer von Weilandt glücklich einen Freistoß zugesprochen. Gjasula hob den Ball in den Strafraum, Sukalo legte mit dem Kopf quer und Berisha rauschte heran und verwandelte per Flugkopfball zum verdienten 1:1-Ausgleich. Pause im Ronhof!

Auch zu Beginn des zweiten Spielabschnitts waren die Hausherren tonangebend. Berisha scheiterte nach einem klasse Laufweg am Pfosten (51.). Nach einer guten Stunde zogen die Unparteiischen dann den Unmut der Cluberer auf sich. Zunächst wurde Burgstaller frei vor Mielitz wegen Abseits zurückgepfiffen (war keins), dann traf Weilandt auf der Gegenseite aus Abseitsposition zum 2:1 für Fürth. Auf der Anzeigetafel im Stadion lief direkt danach die Wiederholung des Treffers inklusive Standbild beim Abspiel. Darf so nicht sein und löste bei den Nürnbergern heftige Proteste aus. Es half jedoch alles nichts. Fürth machte in der Folge zu wenig und griff die Gäste nicht mehr entscheidend an. Nürnberg wachte nun auf und hatte mehrere gute Chancen. Möhwald und Blum vergaben ihre Möglichkeiten. In der 86. Minute bekam Fürth erneut keinen Zugriff und Schöpf traf mit Hilfe des Innenpfostens zum 2:2. Nürnberg nun drückend und durch Blums Ecke an den Pfosten mit der nächsten guten Chance. Fürth mit dem Rücken zur Wand und kurz davor das Derby noch zu verlieren. In der Nachspielzeit, die Hausherren spielten eigentlich nur noch auf Zeit, schlug Mielitz weit ab, Kumbela verlängerte per Kopf in den Lauf von Freis, der Kirschbaum umkurvte und zum 3:2-Siegtreffer einschob.

Fotos vom 259. Frankenderby. Zur Vollansicht bitte die Fotos anklicken.

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